Sonderkreistag in Forst


Ein öffentlicher Sonder-Kreistag und eine Experten-Diskussionsrunde zum Thema ,,Hat die Braunkohleverstromung eine Zukunft? Wie teuer ist eine sichere Energieversorgung von morgen?'' Fand am Samstag dem 21.März 2009 in Forst (Lausitz) statt. An dieser Diskussionsrunde nahmen Teil: Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, (Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften), Dipl.-Mathematiker Jürgen-Friedrich Hake (Forschungszentrum Jülich), Dipl.-Ing. Reinhardt Hassa (Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Mining AG), Thorben Becker (Energieexperte beim Bund e.V.), Prof. Thomas Bruckner (Universität Leipzig; Gastwissenschaftler am Potsdam-Institut für Klimaforschung), Karsten Smid ( Greenpeace), Moderation: Prof. Dr. sc. nat. Günter H. Schulz (Präsident der Hochschule Lausitz - University of Applied Sciences).

 

Angesicht des wachsenden Energiebedarf auf unserem Planeten Erde ist ein fossiler Grundstoff wie zum Beispiel Braunkohle, Erdgas oder Uran ein endlicher Energieträger.Diese Energieträger werden in absehbarer Zeit den Peak Punkt erreichen und somit Auslaufgrundstoffe darstellen. In dieser Expertenrunde wurde eindeutig klar gestellt, dass die Regenerative Energieen das Zukunftspotential bedeuten. Die Braunkohle, durch Herrn Hassa faforisiert, dienst nur der Steigerung der Maximalgewinne für den Konzern Vattenfall. Eine propagierte notwendige Förderung in der Lausitz, um eine Versorgungssicherheit in dem Bereich der Grundlast zu erreichen, ist nicht notwendig. Das

Bundesland Brandenburg ist mit den zur Zeit errichteten Anlagen der Regenerativen Energieen in der Lage, den Bedarf an Elektroenergie im Bundesland Brandenburg zu gewährleisten. Es wurde eingeschätzt, dass die CO2 Speicherung ein Mehraufwand an Energie benötige welche den produzierten Preis für eine Kilowattstunde erheblich erhöt und somit auch ein Mehrbedarf an Braunkohle darstellt. Laut der Aussage durch Herrn Hasse sollen Lagerstätten für die CO2 Speicherung im Bundesland Brandenburg bereitgestellt werden. Herr Smid kritisierte die Haftung des Konzern Vattenfall gegenüber des abgespeicherten CO2. Die Haftung des Konzern beträgt 20 Jahre wobei das

CO2 10000 Jahre abgelagert werden muss. Erkenntnisse über eine Auswirkung der Ablagerung sind nicht vorhanden. Somit überträgt der Konzern die Aufwendungen bei Katastrophen welche durch die Ablagerung bewirkt werden, auf den Steuerzahler. Es wurde eingeschätzt, das die CCSTechnologie als kommerzielle Endlagerung im Jahr 2030 zur Verfügung steht. Ein vernünftiger Energiemix kann nur durch unendlich vorhandene Energieträger bereitgestellt werden. Diese sind die Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Wasserenergie und die Geothermie. Vor allem gibt es kein verheizen der Lausitz. Herr Smid stellte auch die Situation nach dem Durchzug des Konzern Vattenfall dar und verwies auf vorhandene Beispiele. Ein Exitus auf fast allen Gebieten des gesellschaftlichen Leben ist das Resultat in unserer Region.

 

Wir GRÜNEN treten energisch für die Nutzung unentlicher Energien ein. Wir wollen unsere Region, den Spree Neiße Kreis, als lebenswert erhalten und vor allem neue, anspruchsvolle Arbeitsplätze schaffen.

 

Kreisvorsitzender, Matthias Fobo

 



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